regulace de smira

Auszüge aus den Turnier-Schmierregeln (TSR)

des Deutschen Schmier-Verbandes e. V. (DSV)

 

1. Definition der in den Schmieregeln genannten Personen

 

Teilnehmer:

Alle bei einer Schmierung mitspielenden Personanskys.

 

Mitschmierer:

Alle Schmierer am gleichen Tisch / am gleichen Tresen.

 

Schmierer:

Die im jeweiligen Spiel mitschmierenden vier Personanskys.

 

Gegenpartei:

Die jeweils andere Partei. Für einen Schmierer der Kontra-Partei ist die Re-Partei die Gegenpartei und für einen Schmierer der Re-Partei ist die Kontra-Partei die Gegenpartei.

 

Gegenspieler:

Ein Schmierer der Gegenpartei.

 

Partner:

Ein Schmierer der eigenen Partei.

 

Zuschauer:

Personen, die sich an einem Tisch aufhalten, an dem sie nicht selbst Mitschmierer sind sowie der Koch!

 

 

2. Allgemeines

 

2.1 Begriff des Schmierens

2.2 Das Doppelkopfblatt

     Siehe: šmira.cz  

 

Die Parteienbildung: 

Schmieren ist ein Parteienspiel im Stammbaum der lustigen Kartenkampf-Gesellschaftsspiele.

Die vier Schmierer bilden zwei Parteien: die Re-Partei und die Kontra-Partei.

Es werden grundsätzlich zwei Schmiertypen unterschieden: das Normalschmieren und das Solo.

 

Das Normale Schmierspiel:

Wird kein Solo gespielt, bilden die beiden Schmierer mit den Kreuz Damen die Re-Partei, die beiden anderen Schmierer die Kontra-Partei. Hat ein Schmierer nach dem Austeilen beide Kreuz Damen in der Hand, tritt der Sonderfall einer "Hochzeit" (siehe 4.4) ein.

 

BEACHTE: Es ist von vornherein nicht klar, wer mit wem eine Partei bildet. Dies herauszufinden oder zu verheimlichen, macht einen wesentlichen Reiz des Schmierens aus.

 

Das Schmier-Solo:
Ein Schmierer kann versuchen, ein Spiel allein gegen die übrigen drei Schmierer zu gewinnen. Beim Solo bildet der Soloschmierer die Re-Partei, die drei anderen Schmierer die Kontra-Partei.

(Nicht zu verwechseln mit einer Selbstbeschmierung, d.h. einer Seifung ohne Gesellschaft)

 

Schmierziel:

Jede Partei versucht, mehr "Augen" (in Fachkreisen auch "Zähne") als die Gegenpartei zu erspielen. Weitere Ziele sind die Erspielung von Sonderpunkten sowie für die stärkere Partei, den Punktwert des Schmierens durch An- bzw. Absagen soweit wie möglich zu erhöhen bzw. für die schwächere Partei, den von der anderen Partei abgesagten Augenwert zu erreichen.

 

 

3. Schmiervorbereitung

 

Listenführer (in der Regeln auch Getränke-Besteller):

Der Mitschmierer auf Position 4 hat die Liste zu führen und in der Regel auch die Getränke zu ordern. Nach Vereinbarung am Tisch bzw. am Tresen kann auch ein anderer Mitschmierer die Listenführung bzw. Bestellung übernehmen, die Sitzreihenfolge bleibt dadurch jedoch unverändert (auch nach Toiletten-Besuch).

 

Schmierfindung (Nicht zu verwechseln mit Bettfindung):

 

Die Vorbehaltsabfrage: Bevor zum ersten Stich aufgespielt bzw. eine Ansage getroffen werden darf, muss in der Vorbehaltsabfrage der Schmiertyp ermittelt werden.

 

Beginnend beim linken Nachbarn des Kartengebers wird in ununterbrochener Reihenfolge nach Vorbehalten abgefragt und in der Regel auch nach dem Getränkewunsch.


Möchte ein Schmierer ein Pflichtsolo, ein Lustsolo, eine Hochzeit, einen Schnaps oder ein Bier anmelden, sagt er laut und deutlich "Vorbehalt".

Ein Schmierer, der keinen "Vorbehalt" anmelden möchte, sagt laut und deutlich: "gesund" oder "beschmiert"  

 

Melden sich alle Schmierer "gesund" bzw "beschmiert", wird ein Normalspiel bzw. eine Normalschmierung durchgeführt.

 

Hat nur ein Schmierer einen "Vorbehalt" angemeldet, muss er diesen "taufen", d.h., er muss bekannt geben, ob er ein Solo (Pflichtsolo oder Lustsolo) oder eine Hochzeit (= Bier und Schnaps) schmieren will.
Im Falle eines Pflichtsolos erhält dieser Schmierer die Aufschmierpflicht bzw. Beschmierpflicht zum ersten Stich.

 

Haben mehrere Schmierer bei der selben Schmierung "Vorbehalt" angemeldet, gilt die Reihenfolge:

1. Pflichtsolo,
2. Lustsolo,
3. Hochzeit.

4. Bier

5. Schnaps

 

 

4. Schmierverlauf


Aufschmieren:

Aufschmierpflicht zum ersten Stich hat der linke Nachbar des Kartengebers (Ausnahme siehe 4.2.2). Es darf erst dann zum ersten Stich aufgeschmiert werden, nachdem die Vorbehaltsabfrage beendet, ein ggf. ermittelter Vorbehalt getauft ist und keine Getränkebestellung mehr offen ist.

Eine aufgeschmierte Karte sowie ein bestelltes Bier darf nicht zurückgenommen werden. Lediglich bei gefordertem Weiterspiel nach einem Regelverstoß ist eine regelgerechte Korrektur erlaubt.

Beschmieren

Nach dem Aufschmieren hat zunächst der linke Schmierer des Aufschmierenden eine Karte zuzugeben. Dies geschieht, indem die Karte offen auf den Schmiertisch gelegt wird. Ebenso verhalten sich im Uhrzeigersinn die beiden übrigen Schmierer.

Es besteht Schmierpflicht, d.h. jeder muss, wenn möglich, eine Karte der aufschmierenden Fehlfarbe oder der geforderten Trumpffarbe zugeben (bedienen). Dies gilt selbstverständlich auch für das Einnehmen der georderten Getränke.

 

Eine einmal geschmierte Karte darf nur im Falle eines nicht reklamierten Regelverstoßes zurückgenommen werden. Ein geordertes Getränk darf niemals zurückgenommen werden.

 

Schmierabkürzung:

 

Im Allgemeinen ist jede Schmierung zu Ende zu schmieren!

 

 

5. Ansagen und Ansagezeitpunkt


Definitionen:

Eine Karte bzw. ein Glas befindet sich „in der Hand“ eines Schmierers, wenn sie bzw. es noch nicht geschmiert ist, d.h. eine Karte bzw. ein Glas ist geschmiert, wenn sie den Schmiertisch offen (sichtbar) berührt hat.

Zweck von Ansagen und Absagen

 

Ansagen und Absagen sowie deren Zeitpunkt können bei einer Schmierung mehrere Bedeutungen haben:
1. Sie erhöhen den Schmierwert.
2. Sie können die Parteienfindung beeinflussen:
3. Sie können die Schmierung steuern:

Durch jede Absage wird der Schmierwert zusätzlich erhöht; es sei denn, keine Partei erreicht das von ihr abgesagte Ziel.

 

 

6. Schmierbewertung


Alle, an einer Schmierung teilnehmenden Personanskys sind Gewinner, sogar der Koch.


Spielwerte:

Die Spielwerte der Einzelspiele werden in Schmierpunkten bzw. Promille ausgedrückt.

Es wird nach der PLUS-MINUS-Wertung gewertet: Bei einer Normalschmierung erhalten die Spieler der Siegerpartei folgende Schmierpunkte mit positivem, dieSpieler der Verliererpartei mit negativem Vorzeichen:


 

Gewonnen

1 Punkt als Grundwert

unter 90 geschmiert

1 Punkt zusätzlich

unter 60 geschmiert

1 Punkt zusätzlich

unter 30 geschmiert

1 Punkt zusätzlich

schwarz geschmiert

1 Punkt zusätzlich

 

 

Sonderpunkte können von beiden Parteien nur bei einer Normalschmierung gewonnen werden.


 

Es werden folgende Sonderpunkte vergeben:

 

Gegen die Kreuz Damen gewonnen

1 Sonderpunkt

Doppelkopf (ein Stich mit 40 oder mehr Augen)

1 Sonderpunkt

Karo Ass (Fuchs) der Gegenpartei gefangen

1 Sonderpunkt

Kreuz Bube (Karlchen) macht den letzten Stich

 Sonderpunkt

 

 

 

7. Schmierliste


Jede Schmierung ist unmittelbar nach seiner Beendigung als Gewinn oder Verlust für die beteiligten Schmierer ins Malbuch einzutragen.

Der ausgeloste Listenführer ist dafür verantwortlich, dass die Schmierliste nach Beendigung der Runde bei der Turnierleitung oder beim Wirt abgegeben wird.

 

 

8. Pflichtsolo 


In jeder Schmierrunde ist von jedem Schmierer ein Pflichtsolo zu schmieren.
Ist das für die Schmierrunde festgesetzte Zeitlimit erreicht, und es stehen noch Pflichtsoli aus, müssen  die betreffenden Schmierer ihr Pflichtsolo noch schmieren; d.h. sie werden "vorgeführt" bzw. „angeschmiert“

 


 

Inkrafttreten:

Diese Turnierspielregeln gelten ab 1. Mai 2010.

 

Neuruppin, den 28. April 2010

Deutscher Schmier-Verband e. V. (DSV)

--- Die Regelkommission des DSV ---

T-shirt-Logo front

 

Werbung
Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren: